Nach dem Zweiten Weltkrieg wandte man sich kurz der Herstellung von Spielzeug und Holzvergasern zu, besann sich aber angesichts der stürmischen Nachfrage nach Motorfahrzeugen wieder auf den Bau von Motorfahrrädern, zunächst unter Verwendung des neuen 98 cm Sachsmotors mit Magura-Drehgriffschaltung.
Die Produktion der attraktiveren K125 war stark gebremst durch mangelnde Lieferfähigkeit und Qualitätsprobleme des Motorenlieferanten ILO-Süd im amerikanisch besetzten München und dauernde Schwierigkeiten, die knappen Motoren über die Besatzungszonen-Grenze ins französisch besetzte Pfäffingen einzuführen. So entwickelte und produzierte Maico zunächst verbesserte Nachbauten von ILO-Kurbelwellen und Getrieben für den Ersatzteilbedarf, um im Herbst 1948 erstmals einen eigenen Motor für das neue Modell M125 zu präsentieren. Der M125-Motor entspricht in allen Hauptabmessungen seinem ILO-Vorbild, wesentliches Unterscheidungsmerkmal zum ILO ist die Dreigang-Drehgriffschaltung von Magura.
Hubraumstärkere Varianten dieses Motors fanden in den Motorrädern M150 und M151 und auch in den Motorrollern „Maicomobil“ Mb151 und Mb175 Verwendung. Ab Anfang 1952 war für die Modelle M175, Mb175 und wenige Exemplare der M151 ein neues Viergang-Fußschaltgetriebe in der alten Gehäuseform (sog. „Maico-Spitzmotor“)verfügbar.
1953 erfolgte ein Redesign der Maicomotoren. Die Hauptabmessungen blieben wiederum erhalten, die Lichtmaschine wurde ins Gehäuse integriert, das äußere Erscheinungsbild wurde geglättet und hielt sich in dieser Form fast unverändert bis zum Erscheinen der Fünfgang-Modelle 22 Jahre später. Dieser Motortyp (sog. „Maico-Rundmotor“) fand in unterschiedlichen Hubraumvarianten Verwendung in den Motorrädern M175, M200 „Fanal, Passat“ M175S, M200S, „M250/M277 Blizzard“, den Motorrollern „Maicomobil MB200“ und „Maicoletta“ 175, 250 und 277 und zahlreichen Sportmaschinen. Das Spitzenmodell der 1950er-Jahre war die „Taifun“, eine innovative Zweizylinder-Zweitakt-Maschine.
Ab 1954 ließ das allgemeine Interesse an Motorrädern in Deutschland nach, die Nachfrage tendierte in Richtung Automobil.
Wie viele andere Unternehmen, so produzierte auch Maico von 1955 bis 1958 Kleinwagen-Modelle mit Ganzstahlkarosserie, wassergekühltem Heinkel-Zweizylinder-Zweitakt-Reihenmotoren von 400 und 450 cm Hubraum mit 15 bzw. 18 PS Leistung. Sie erreichten Höchstgeschwindigkeiten von 80 bzw 90 km/h; das zweisitzige Modell 400 H wurde insgesamt 3008 mal hergestellt, davon bei Maico als MC 400/H in 783 Exemplaren.
Erfolgreicher war der 1955 auf der IAA vorgestellte viersitzige Typ MC 500/4, von dem 6301 Stück zum Preis von 3665,- DM produziert wurden. Nur Kleinserien erlebten hingegen das Kombimodell MC 500 G (insgesamt 41 Stück, Preis 4500,- DM), das viersitzige Modell MC 400/4 und das 110 km/h schnelle 20-PS-Modell „500 Sport“, das bis Ende 1957 hergestellt wurde (nur 4 Stück). Abgesehen vom letztgenannten Modell handelt es sich bei diesen Typen nur um die Produktionsfortsetzung des Champion-Kleinwagens mit einigen Weiterentwicklungen.
Wegen des nachlassenden Interesses an Straßenmotorrädern und der wenig erfolgreichen Kleinwagen-Episode setzte Maico nun auf Gelände- und Moto-Cross-Maschinen; die Sportgeräte aus dem Hause Maico genossen zu dieser Zeit einen guten Ruf und waren erfolgreich.