Tabelle mit den 15 größten OEMs nach Fahrzeugabsatz 2008
Toyota hat 2008 erwartungsgemäß trotz eines eigenen Absatzrückgangs um vier Prozent den US-Konzern General Motors nach über 70 Jahren als weltgrößter Autobauer bei den weltweiten Fahrzeugverkäufen überflügelt. Die Überraschung ist Volkswagen gelungen: Die Wolfsburger ließen nicht nur erstmals Ford, sondern auch wieder knapp die Renault-Nissan-Allianz hinter sich. Auch Daimler schiebt sich ohne signifikante Zuwächse vor seinen stark schwächelnden Ex-Partner Chrysler. --Andreas.Gottwald 10:20, 9. Feb. 2009 (CET)
Siehe Details unter: Automobil/Tabellen und Grafiken
Staaten mit einem Kraftfahrzeugbestand von über 10 Millionen PKW+LKW
In Westeuropa wurden im Jahr 2003 14.208.250 Personenkraftwagen erstmalig für den Verkehr zugelassen. Weltweit waren es 56,3 Millionen Automobile. Während die Nachfrage nach Personenkraftwagen mit nur 1 % Wachstum fast stagniert wurden über 6 % mehr Nutzfahrzeuge gegenüber dem Jahr 2002 abgesetzt. Dieser Zuwachs spielt sich zumeist in den so genannten Entwicklungs- und Schwellenländern ab, mit China als Vorreiter im Wachstumsmarkt, wo gegenüber dem Jahr 2002 35 % mehr Automobile in den Verkehr gebracht wurden. Im Jahr 2006 wurden in den USA 16 Millionen Neuwagen verkauft, in China waren es 4 Millionen und in Indien eine Million.
Stand 2006 oica.net
In Deutschland wurden zur Herstellung von Automobilen im Jahr 2004 etwa 773.000 Menschen direkt beschäftigt, weitere 329.000 bei den Zulieferern. Darüber hinaus gibt es die Arbeitsplätze im Auto-Verkauf, der Reparatur und Wartung, sowie im Straßenbau. Somit ist das Auto von herausragender Bedeutung in der deutschen Volkswirtschaft – positiv (Arbeitsplätze) wie auch negativ (Absatzkrise / 2005).
Laut Statistischem Bundesamt waren 2006 in Deutschland laut Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnung bei der Herstellung von Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeugteilen 833 Tsd. Erwerbstätig.
Pkw-Zulassungen nach Herstellern und Marken in Frankreich 2005
Quelle: Bundesagentur für Außenwirtschaft, bzw. CCFA
Anteile am italienischen Pkw-Markt 2005/2006
Quelle: Bundesagentur für Außenwirtschaft, bzw. Unrae (Unione Nazionale Rappresentanti Autoveicoli Esteri)
Absatz und Marktanteile nach Herstellern in Japan 2005
* Daihatsu Motor Co., Ltd. ist seit 1967 eng mit der Toyota Motor Co., Ltd. und Toyota Motor Sales Co., Ltd. verbunden
Quelle: Bundesagentur für Außenwirtschaft, bzw. JAMA
Österreichs Autoindustrie blickt auf eine lange Tradition zurück. Bereits um 1900 wurde von Gräf & Stift der Vorderradantrieb erfunden, und die Steyr-Werke zählten in den 30er-Jahren mit zu den führenden Autoherstellern Europas. Nicht zuletzt durch den Zweiten Weltkrieg und durch Fehlentwicklungen scheiterten allerdings sämtliche österreichische Hersteller in den Nachkriegsjahrzehnten und wurden infolgedessen aufgekauft (Steyr Daimler Puch AG, Gräf & Stift, Puch,...) oder mussten zusperren.
Auf Grund dieser Schließungen und der geringer werdenden Bedeutung innerhalb der Gesamtwirtschaft kam es zu Bemühungen durch den damaligen Bundeskanzlers Bruno Kreisky einen Austro-Porsche zu bauen, also wieder eine schlagkräftige Autoindustrie aufzubauen. Dieser Aufschwung begann durch die Ansiedlung des Motorenwerkes in Wien-Aspern von General Motors. Heute spielt die Autoindustrie in Österreich nach wie vor eine sehr wichtige Rolle. Bald wurden wertmäßig mehr Autozulieferteile exportiert als fertige Fahrzeuge importiert. Denn aufgrund vorhandenen Know-Hows und einem hohen Innovationsgrad investieren internationale Autokonzerne, allen voran BMW in Steyr oder MAGNA in Graz, immer wieder in österreichische Standorte. Mittlerweile existieren 3 Autocluster (AC Styria mit 180 Unternehmen, darunter auch slowenische, kroatische und ungarische Unternehmen. 30.000 von den 44.000 Mitarbeitern sind in Österreich tätig; AC Oberösterreich, AC Vienna Region), um die Zusammenarbeit der Autohersteller und deren Zulieferer zu fördern. Dadurch soll die Effizienz und die internationale Konkurrenzfähigkeit gesteigert werden, um die heimischen Standorte zu stützen. Denn schließlich hat man seit der Osterweiterung mit der Slowakei und deren boomender Autoindustrie rund um Bratislava, welches sehr nahe an der österreichischen Grenze liegt, die Konkurrenz direkt vor der sprichwörtlichen „eigenen Haustüre“.
Doch selbst in dieser Zeit der Globalisierung, des Outsourcing, und der Wirtschaftsflaute in Europa, konnten Österreichs Zulieferbetriebe – vorwiegend mittelständische Unternehmen mit hohem Exportanteil – Umsatz- und Absatzzuwächse erzielen. Der Automobilsektor zählt daher zu den wenigen stark wachsenden Industriezweigen in Österreich (durchschnittliches Jahreswachstum zwischen 2000 und 2003 je 10 %). Grund dafür ist selbstverständlich nicht die bevölkerungsbedingt geringe Inlandsnachfrage, sondern die international gute Wettbewerbsfähigkeit, erkenntlich durch ungebrochen starke Beliebtheit bei den deutschen Autoherstellern, welche den größten Abnehmer österreichischer Automotive (BMW lässt einen Großteil aller benötigten Motoren in Steyr entwickeln und fertigen, bzw. alle Typen von Dieselmotoren im Motorenkompedenzzentrum Steyr entwickeln) darstellen. Wichtige Abnehmer im Ausland sind u.a. Daimler, BMW, VW und Audi. Der Automobilsektor erwirtschaftet mit 38 Mrd. Euro rund 10 % der österreichischen Industrieleistung.
Automobilbranche in Österreich (Hersteller und Zulieferbetriebe) in Zahlen (2003):
- rund 600 Unternehmen mit ca. 175.000 Mitarbeitern
- 2,1 Millionen Motoren und Getriebe
- 200.000 PKWs (2004)
- 25.000 LKWs
- 18.000 Anhänger und 8.500 Traktoren
Folgende Fahrzeughersteller sind in Österreich vertreten:
- BMW in Steyr
- Fiat an noch 4 Standorten mit insg. 900 Mitarbeitern
- General Motors/Saab in Wien-Donaustadt (Aspern)
- Magna in Graz
- MAN in Wien-Liesing und Steyr
Hinzu kommen mehrere hundert teils stark expandierende (meist mittelständische) Zulieferbetriebe, die nicht nur an die in Österreich vertretenen Fahrzeughersteller verkaufen, sondern großteils exportieren, wie zB. voestalpine motion in Linz, MIBA AG in Laakirchen, FACC (Fischer Advanced Composites Components AG) in Ried, Eybl International AG, AVL List, Pankl Racing Systems.
Marktanteile der wichtigsten Automobilhersteller 2005
Quelle: Bundesagentur für Außenwirtschaft, bzw. auto-schweiz
Spanische Pkw-Neuzulassungen der führenden Hersteller 2004
Quelle: Bundesagentur für Außenwirtschaft, bzw. ANFAC
Südkoreanische PKW- und LKW-Produktion und Marktanteile 2005
Quelle: Bundesagentur für Außenwirtschaft, bzw. KAMA [1]
Absatz von Pkw in Tschechien nach Herstellern 2005
Quelle: Bundesagentur für Außenwirtschaft, bzw. tschechischer Verband der Automobilindustrie (SAP)
US-Markt für PKW und LKW (bis 6,4 t) 2006
[1] einschließlich Saab
[2] einschließlich Volvo, Land Rover, Jaguar und Aston Martin
Quelle: Bundesagentur für Außenwirtschaft, bzw. Automotive News Data Center, Dezember 2006